Wahlkreiskonferenz

Parteileben

Durch die SPD-Mitglieder im Wahlkreis Erfurt Süd, wurde ich am 27. Januar zur Direktkandidatin für den Thüringer Landtag gewählt. Meine Motivationen Landtagsabgeordnete zu werden können Sie in meiner Rede anlässlich dieser Veranstaltung hier nachlesen.

Ich möchte mich zunächst persönlich vorstellen. Mein Name ist Cornelia Klisch, ich bin 41 Jahre, habe zwei Kinder und bin seit fast 10 Jahren hier im Erfurter Süden niedergelassene Fachärztin für Neurologie.

In der SPD bin ich Vorsitzende des Ortsvereins Erfurt Süd, stellv. Kreisvorsitzende in Erfurt, Bundesvorstandsmitglied und Thüringer Landesvorsitzende der AG Sozialdemokratischer Frauen.

Ich bin seit quasi meiner Geburt sehr eng mit diesem Wahlkreis oder wenn man so will diesem Stadtgebiet verbunden, da ich bis zum 18. Lebensjahr hier im Wahlkreis groß geworden bin. Meine Eltern wohnen auch immer noch hier. Ich habe hier nach der Wende mein Erstwählerrecht gleich um die Ecke in der Wilhelm-Busch-Schule wahrgenommen. Und nach unserer Rückkehr nach Erfurt, 2004, ist mein Sohn hier um die Ecke in die Krippe gegangen.

Doch nun zu unserem Wahlkreis! Gerade Daberstedt und der Südosten Erfurts haben sich in den letzten 25 Jahren durchaus in ihren Strukturen behauptet und bewährt. Deswegen denke ich, dass man Bewährtes auch nicht ändern sollte.

Aber Leben bedeutet auch Entwicklung und es gibt, natürlich nicht zuletzt aufgrund unserer demographischen Entwicklung, andere Ansprüche an die Stadtteile. Dinge, die sich im Laufe der Zeit verbessern müssen. Und ich denke wir brauchen auch weiterhin Unterstützung von Landesseite, damit das gemeinschaftliche Miteinander hier im Wahlkreis und die Lebensqualität gestärkt und ausgebaut werden kann.

Ich denke dabei z.B. daran, dass wir mehr Unterstützung bei der Sicherung der Wirtschafts-ansiedlungen, gerade im Südosten, brauchen. Wir brauchen mehr generationenübergreifende Infrastruktur, d.h. vom altersgerechten Wohnen (wie z.B. in dem Pilotprojekt der AWO am Heckenrosenweg), wohnortnahen Schulen & Kitas, zukunftssicheren Arbeitsplätze, umfeldnahen Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten und natürlich auch wohnortnahe Freizeit-angeboten, sowie manchmal auch etwas fürs Auge.

Dabei denke ich an die Initiative der Bürger BuGa, die sich das Ziel gesetzt hat, ähnlich dem Ega-Gedanken, mit den Anwohnern zusammen für mehr grüne Oasen, buntes Durcheinander und grüne Entdeckerräume zu sorgen.

Ich weiß dass Politik das nicht alles einfach so erfüllen und für alles sorgen kann, aber ich denke Politik soll das Leben von allen einfacher, sicherer und natürlich auch damit ein Stück besser machen. Idealerweise ist Politik wie ein grüner Baum. Sie bildet die stabile, lebendige und doch standfeste Grundlage für all die bunten Ideen, Initiativen, Regeln und Institutionen die unser Leben gut und lebenswert machen. Doch auch ein Bäumchen braucht Pflege und erst recht wenn es einer mit Schmuck sein soll.

Es gibt deshalb noch viel zu tun: Wir haben z.B. noch keine kostenfreien Kitas, wir haben immer noch Menschen die keine Arbeit finden und leider auch noch zu viele Menschen die denken, dass Hartz IV alternativlos sei. Wir bekommen oft noch nicht für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn, wie bspw. ein Bürger in einem unserer westlichen Nachbarbundesländer. Auch gibt es noch keine gleichen Renten in Ost u West. Wir wissen aus dem Alltag, dass Familiengründung und -leben einen finanziell schlechter stellt und die Karriere gefährdet. Wir haben oft Sorge vor dem Altwerden oder dem Krankwerden bzw. vor dem Alleingelassen werden. Ich kann das nicht alles ändern, schon gar nicht alleine, aber ich möchte mit meinem Wissen u meinem Alltagsbezug an der richtigen Stelle versuchen, dass Politik nicht nur für Lobbyisten ist oder von Lobbyisten gemacht wird. Sie soll für die Menschen in diesem Land und in unserer Stadt gemacht werden. Wahrscheinlich ist das manchmal wie bei Don Quichote und gegen die Windmühlen kämpfen, aber - und diese Erfahrung habe ich auch im Stadtrat gemacht: manchmal kann auch eine Stimme entscheidend sein, eine einzige Stimme und diese Stimme kann manchmal auch die Dinge mit ändern helfen. Und ich möchte eine solche Stimme im Landtag für die SPD sein.

In diesem Sinne bitte ich euch heute um eure Stimme für mich und bitte euch auch für die Zukunft um Unterstützung, weil egal welche Art von Politik, ob die im Ortsverein oder im Landtag, nur mit allen gemeinsam gut gelingen kann. In diesem Sinne vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.