SPD-Fraktion ruft zum Protest gegen Mittwochsdemonstration von Björn Höcke auf!

Kampf gegen Menschenfeindlichkeit

Die Erfurter SPD-Fraktion bekräftigt nochmals ihre gemeinsame Erklärung mit den Fraktionen von Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und der Fraktion der Freien Wähler, FDP und Piraten, in der es heißt: "Gemeinsam wollen wir auf vielfältige Art und Weise deutlich machen, dass die sogenannte Alternative für Deutschland unter B. Höcke (AfD) nicht für die Mehrheit der Erfurter Bürgerinnen und Bürger steht. Ihrer Angst und ihrem Hass setzen wir unsere Liebe unser Vertrauen in Mitmenschlichkeit entgegen. Tagtäglich zeigen viele Erfurterinnen und Erfurter ganz praktisch mit ihrer Mithilfe, dass sie auch weiterhin und entgegen der Schwarzmalerei der AfD Menschen in Not willkommen heißen und sie auf ihrem schwierigen Weg des Ankommens begleiten. Wir werden die öffentlichen Plätze unserer Stadt nicht unwidersprochen einer hasserfüllten und unaufgeklärten Minderheit überlassen! Nicht mit Hass und plumpen Parolen, wie es die AfD betreibt, wird die Zukunft gestaltet, sondern mit Menschlichkeit und Engagement."

Der Erfurter SPD-Stadtrat Kevin Groß ruft daher zum erneuten Protest gegen die von Björn Höcke organisierte Demonstration auf: "Gerade nach dem Auftritt, des mutmaßlichen Nazi-Postillen Autors 'Landolf Ladig', bei Jauch ist es wichtig auch diesen Mittwoch wieder Position gegen eine nationalistische Polemik zu beziehen, die auf dem Rücken von Geflüchteten Stimmen sammelt, soziale Milieus gegeneinander ausspielt und darüber hinaus rechte Schläger-Truppen in ihren Reihen toleriert, duldet, im schlimmsten Fall sogar akzeptiert."

 

 

Kevin Groß bekräftigt, dass die SPD-Fraktion nicht hinter jedem Demonstrierenden neonazistisches und extrem rechtes Gedankengut vermutet, aber gleichwohl nicht akzeptieren wird, dass sich Menschen durch die Hassreden Höcke's für eine Kultur der Angst instrumentalisieren lassen. Die SPD-Fraktion spricht sich auch weiterhin dafür aus, für die Bürgerinnen und Bürgern ansprechbar zu sein, um die gegenwärtige Verunsicherung abzubauen, anstatt sie zu schüren und mit ihr zu spielen  – dafür gibt es von vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren Angebote und auch die SPD wird sich auch hier einbringen.

Sie wird aber vor allem immer auf Seite derjenigen stehen, die Ziel der nationalistischen und rassistischen Polemik der AfD werden. Für Kevin Groß hört die Diskussion über Ängste und Verunsicherungen auf, wo der gesellschaftlich demokratische Konsens gebrochen wird, unabhängig ob dies durch geistige oder wirkliche Brandstiftung geschieht. Daher ist neben Aufklärungsarbeit und anderen Interventionen, auch der Protest unabdingbar, wichtig und richtig.

Um Protest gegen die Demonstration der AfD zu artikulieren, hat sich ein Bündnis aus Jugendverbänden und zivilgesellschaftlichen Akteuren organisiert, an dem sich auch die Erfurter Jugendorganisation der SPD beteiligt. Unter dem Motto: "Auf die Plätze, fertig: Mittwoch" hat das Bündnis für Mittwoch eine Demonstration angemeldet, die gemeinsam vom Willy-Brandt-Platz zum Domplatz läuft, um Höcke lauten und bunten Protest entgegenzusetzen. Treffpunkt dafür ist 17.30 Uhr.

 

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