Stadtrat beschließt ISEK 2030

Stadtrat


Dr. Urs Warweg

Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030" hat, mit breiter überfraktioneller Mehrheit, den Erfurter Stadtrat passiert. Die SPD-Stadtratsfraktion sieht die strategische Stadtentwicklung auf damit auf einem guten Weg und die Stadt für die Zukunft gut aufgestellt.

Seit dem Jahr 2010 gewinnt die Landeshauptstadt wieder konstant 1.500 Einwohnerinnen und Einwohner pro Jahr hinzu. Diese Entwicklung bedarf grundsätzlich neuer Antworten auf Fragen, die über Jahre in Erfurt nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Deshalb, und um die Grundlage für wichtige Förderprogramme mi Städtebau zu schaffen, hat der Stadtrat das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Erfurt 2030 (ISEK)“ beschlossen. Ziel eines ISEK ist es, fachübergreifenden Planungsgrundlage für die langfristige Stadtentwicklung, jenseits von Haushaltsplänen und Einzelmaßnahmen, zu schaffen und Perspektiven und Optionen für die Stadt zu definieren.

 "Das alte ISEK, aus dem Jahr 2007, war ein ISEK der schrumpfenden Stadt. Das neue definiert den politischen Rahmen für eine strategische Stadtentwicklung, mit allen Wachstumsschmerzen, aber vor allem mit Entwicklungschancen.", so Dr. Urs Warweg, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses.

Der Erfurter Stadtrat hatte bereits im Jahr 2014 beschlossen, das gültige ISEK 2020 grundlegend fortzuschreiben und den grundlegend veränderten Erfordernissen anzupassen und das Stadtwachstum und die Einwohnerprognosen, die die Landeshauptstadt Erfurt in 2030 bei ca. 225.000 Einwohnern sehen, mit den Planungsgrundlage überein zu bringen.

Einer der zentralen Punkte des Umdenkens ist nach Auffassung der SPD-Stadtratsfraktion, das Zulassen von Entwicklung in den Ortschaften. Bestand in den vergangenen Jahren in der Regel das Primat der Innenentwicklung der Landeshauptstadt, eröffnet das ISEK 2030 nun auch wieder eine Entwicklung in den Ortsteilen. Unter anderem Hochheim, Kerspleben oder auch Windischholzhausen gehören zu den Ortsteilen, denen eine vorrangige Entwicklung ermöglicht werden soll.

„Mit einem Auge auf die sinkende Bevölkerungszahl galt über viele Jahre die Zersiedelung der Stadt, wie sie seit den 90er Jahren eingetreten war, als ein Art Schreckensszenario, mit unkalkulierbaren Folgekosten in der öffentlichen Infrastruktur.“, erklärt Dr. Urs Warweg dazu und ergänzt:

„Es ist gut zu spüren, dass wir hier wieder anders planen können und Prioritäten anders setzen können. Die ländlichen Ortsteile gewinnen als Raum für Familien wieder an Bedeutung und dem trägt das ISEK Rechnung.“

ISEK 2030 im Bürgerinformationssystem

 

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