Stellenabbau

Arbeit & Wirtschaft

SPD-Stadtratsfraktion kritisiert geplanten Abbau von circa 150 Arbeitsplätzen am Siemens-Standort Erfurt – Belegschaft als Sündenbock für strategische Fehler der Konzernleitung - Die SPD-Stadtratsfraktion kritisiert die geplante Reduzierung der Arbeitsplätze im Erfurter Siemens-Werk und fordert, auf die geplanten Stellenstreichungen zu verzichten und stattdessen eine Neuausrichtung der Produktpalette am Standort vorzunehmen.

SPD-Stadtrat und Mitglied im Ausschuss Wirtschaftsförderung und Beteiligungen Thomas Trier erklärt dazu:

"Die Belegschaft darf nicht als Sündenbock für strategische Fehler der Konzernleitung verantwortlich gemacht werden."

Die schwierige Marktlage im Energiebereich ist der Konzernleitung schon länger und hinlänglich bekannt. Der Trend geht in den vergangenen Jahren deutlich zu einer immer lokaleren Energieerzeugung, wofür jedoch auch kleinere Generatoren benötigt werden. Dass der Absatz von Großgeneratoren aus diesem Grund rückläufig ist, erscheint nach Auffassung der SPD-Fraktion nur logisch.

"An diesem Punkt muss kritisch hinterfragt werden, warum die Konzernleitung daher nicht schon früher eine Neuausrichtung ihrer Produktpalette am Standort vorgenommen hat. Stattdessen sollen jetzt die Mitarbeiter die Rechnung zahlen." so Trier.

Die SPD-Stadtratsfraktion ist davon überzeugt, dass die am Standort Erfurt arbeitenden und gut ausgebildeten Fachkräfte, in der Lage sind, sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Dies haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits Ende der 1990er Jahre bewiesen, als des Werk geschlossen werde sollte. Damals verhinderte ein überzeugendes Zukunftskonzept die Schließung und das Werk entwickelte sich bis heute zu einer der weltweit führenden Entwicklungs- und Produktionsstätten für luftgekühlte Generatoren.

Mit der geplanten Streichung von Arbeitsplätzen am Siemens-Standort droht zudem die Gefahr, dass Erfurt dauerhaft qualifizierte Fachkräfte verlieren wird, die im besten Fall zum Erfurter Kreuz abwandern, wahrscheinlicher aber in industriestarke westliche Bundesländer. Stadtrat Thomas Trier fordert daher für den Siemens-Standort Erfurt ein schlüssiges und aussagekräftiges Zukunftskonzept, das Investitionen in neue Produkte vorsieht und auf Stellenstreichungen verzichtet.

"Wir appellieren an die soziale Verantwortung der Siemens AG gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Erfurt, die mit ihrer hervorragenden Arbeit zum exzellenten Konzernergebnis 2014 beigetragen haben." so Thomas Trier weiter und fügt an:

"Sollte der Stellenabbau in diesem Maße tatsächlich realisiert werden, so müssen wir wohl auch die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Werkes in Frage stellen und das bedeutet ganz klar einen Tot auf Raten für das gesamte Werk."

Die SPD-Stadtratsfraktion wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen, eine Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ermöglichen.

"Hier ist entschlossenes, gemeinsames Handeln der Stadtspitze, der Landesregierung und des Stadtrates gefragt, um den Standort und die Arbeitsplätze erhalten zu können." so Trier abschließend.

Thomas Trier, SPD-Fraktion

 

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